Weltcafé und BBQ

11.08.2018

Tag 12 - 27.07.2018

von Martin Bär und Marion Dallapozza

Treffpunkt war am Freitag um 9 Uhr im Gemeindehaus von Nishi-Teno (西手野公民館), wo ein Workshop mit fünf Studierenden der Universität Kumamoto und einigen Einheimischen stattfand. Die erste Aufgabe war eine kurze Reflexion über das Onda-Matsuri (御田祭), das am Tag davor stattgefunden hatte. An diesem Tag wurden wir in Gruppen aufgeteilt und hatten jeweils die Aufgabe, Aspekte des Festes wie zum Beispiel die internen und externen Besucher, die Organisation oder die TeilnehmerInnen zu beobachten bzw. zu dokumentieren. Diese Beobachtungen dienten dann als Grundlage für das „Welt-Café", das im Rahmen des Workshops stattfand. Dabei setzten sich die Gruppen, welche das Matsuri beobachtet hatten, jeweils an einen Tisch und wurden von den Studenten und Bewohnern zu ihrem Thema ausgefragt. Auf diese Weise konnten Eindrücke und Meinungen über alle möglichen Aspekte ausgetauscht und diskutiert werden.

Nach einer Pause wurde über Matsuris im Allgemeinen und über Revitalisierung der Region mit Hilfe dieser diskutiert. Besonders interessant für uns waren dabei die Meinungen der Einheimischen. Ein weiterer wichtiger Gast war Herr Kashiwagi, der aufgrund seines großen Wissens über die Region auch „Dr. Nishi-Teno“ genannt wird, und mit dem viele Studierende in den folgenden Tagen noch unzählige aufschlussreiche Gespräche führten. Am Ende des Workshops gab es noch ein kurzes Briefing über den Ablauf der nächsten Tage und wir erhielten ein Handtuch mit einem schönen Aso-Motiv vom Tourismusbüro, von dem wir auch unsere Fahrräder ausgeborgt hatten.

Um 18 Uhr luden wir im „Kodai no sato“ Campingplatz zu einem Barbecue, um uns bei allen Bewohnern, die uns geholfen und uns unterstützt haben, zu bedanken, und um mit ihnen einen schönen Abschiedsabend zu verbringen.

Die Getränke wurden im Teich ein gekühlt, und unsere „Barbecue-Chefs“ hatten schnell ein Feuer gemacht, und viele Leckereien wie etwa Yakiniku zubereitet. Bald darauf trafen die ersten Gäste ein, und wir begannen zu essen, zu plaudern und sogar traditionelle bzw. populäre Musik aus Japan und Österreich zu singen. Während wir mit „I am from Austria“ unsere Heimat präsentierten, wurde uns auch ein wunderschönes Lied aus Aso vorgetragen.

Einer unserer Minpaku-Gastgeber brachte japanisches Feuerwerkszeug (Sternspritzer und Wunderkerzen/Senkou Hanabi) mit, was die japanische Atmosphäre verstärkte. Mit den zwei jungen Töchtern, die im Teenageralter sind, hatten wir großen Spaß, und die Stimmung wurde immer lockerer und euphorischer. Fast wie an Silvester. Wir sprachen auch über unsere Zukunftspläne und Berufswünsche, was auch irgendwie zu Silvester passt, da man sich gute Vorsätze überlegt.

Wir tauschten uns noch ausgiebig mit unseren neuen japanischen Freunden aus, und erfuhren allerlei Spannendes über ihr Leben, ihren Alltag und ihre Hobbies. Da der Arbeitstag für viele schon um vier Uhr morgens beginnt, mussten sich manche früh verabschieden, aber viele andere blieben auch noch bis zum Nijikai (sozusagen eine Aftershow-Party).

Gegen Ende posierten wir noch für ein Erinnerungsfoto. Obwohl wir nur kurze Zeit miteinander verbracht hatten, fiel mir der Abschied dennoch schwer. Gerade als wir in dieser schönen Stimmung gemeinsam eine tolle Zeit verbrachten, war es schon wieder zu Ende. Wir waren so herzlich empfangen worden und so tatkräftig unterstützt worden, und haben uns schnell angefreundet. Ich hoffe wir können den Gefallen eines Tages zurückgeben. Auf ein baldiges Wiedersehen!

Beim Workshop im Kōminkan.
Vorbereitungen werden getroffen - aber neben Fleisch gab es natürlich auch zahlreiches Gemüse und auch Obst zum Nachtisch.
Alles, was das Herz begehrt.
Ein kleines Feuerwerk beim BBQ.
Beim Nijikai haben die Nachtschwärmer unter dem Sternenhimmel noch Auberginen gegrillt.
Gruppenfoto zu später Stunde.