Die Ankunft

17.07.2018

Tag 1 - 16.07.2018

von Martin Bär

"Treffpunkt ist am 16. Juli um 15:00 in der Seinen Kaikan in Kumamoto" hieß es, als der heutige Tag noch weit entfernt schien in der letzten Einheit unserer Lehrveranstaltung zur Vorbereitung auf Aso 2.0. Wir alle, teils davor schon eine Zeit lang in Japan gereist, teils gestern erst angekommen, trafen dann also Toni, Hr. Manzenreiter und Hr. Wilhelm heute in unserer Unterkunft für eine kurze Begrüßung und eine längere Besprechung der ersten Tage unseres Forschungsaufenthaltes. Dabei wurde unter anderem auch die Aufteilung der Blogeinträge beschlossen: Von heute an wird jeden Tag mindestens ein Eintrag von einem der TeilnehmerInnen verfasst und hier auf dem Blog erscheinen. Außerdem hat jede und jeder auch ein Heft für Notizen zur Feldforschung bekommen und wurde nochmal daran erinnert, wie wichtig es ist, solche täglich zu verfassen. Am Abend gab es kein fixes Programm: Hr. Manzenreiter und Hr. Wilhelm besuchten ein Fußballmatch und die Studierenden gingen gemeinsam etwas essen und Karaoke singen.

Nun, um 22 Uhr ist dieser erste Tag beinahe zu Ende: Einige üben ihre Präsentation für den morgigen Workshop an Universität Kumamoto, oder sind noch immer beim Karaoke, andere baden und entspannen sich. Ich werde, nachdem dieser Eintrag fertiggeschreiben ist, schlafen gehen und hoffen, dass mein Jetleg bis morgen mehr oder weniger verflogen ist. Ich vermute, alle Studierenden sind gespannt darauf, was sie in den nächsten zwei Wohen erwarten wird. Besonders für diejenigen, wie mich, die zum ersten Mal in Japan sind, wird dies eine aufregende, mit vielen neuen Erfahrungen gefüllte Zeit werden. An einigen Stellen muss man nämlich, wie auch beim Besuch jedes anderen Landes, aufpassen, nicht ins Fettnäpfchen zu treten: So habe ich heute morgen, nachdem ich vom Frühstück ins Hostel zurückgekehrt bin, vergessen die Schuhe vor dem Betreten des Eingangsbereichs auszuziehen. Das war aber kein Problem, denn ich wurde sofort auf eine sehr nette Art und Weise von der Rezeptionistin darauf hingewiesen, dies doch bitte zu tun. Tja, obwohl mir eigentlich vom Japanischunterricht an der Uni her klar war, dass man in solchen Fällen die Schuhe ausziehen sollte, ist das Sich-daran-Gewöhnen wohl eine andere Sache.

Ausblick von der Unterkunft (c) Julia Ramprecht
Ankunft und Besprechung der nächsten Tage in der Lobby (c) Johannes Wilhelm
Erstes Auskundschaften der Stadt (c) Julia Ramprecht
Die Unterkunft in Kumamoto-shi: ユースピア熊本 (c) Julia Ramprecht