Das Ende einer Reise?

18.08.2018

Tag 15 - 30.07.2018

von Stefan Aichholzer

Der Beginn unseres letzten offiziellen Tages als Gruppe wurde mit 10:00 Uhr morgens angesetzt. Tatsächlich waren aber viele von uns noch mit den Vorbereitungen für unseren abschließenden Workshop beschäftigt. Während einige noch letzte Bilder für ihren Teil der Präsentation aus den schieren Unmengen an entstandenem Bildmaterial raussuchten, waren andere aufgrund diverser organisatorischer und technischer Probleme noch stärker in Verzug. Nichtsdestotrotz wurde das scheinbar Unmögliche geschafft: Aus den einzelnen unabhängig voneinander geschriebenen Folien von zehn Studenten war eine vollständige Präsentation entstanden – und das Pünktlich vor unserem Treffen in der Lobby. Dieses bot noch ein wenig Zeit für kurze Reflektionen des Erlernten und Erforschten, hauptsächlich lag der Fokus jedoch bei Danksagungen, gegenseitigem Auf-die-Schulter-klopfen und einem Überblick über den weiteren Tagesablauf. Nach dem Mittagessen war es dann soweit.

Um 13:00 Uhr begann unser Workshop an der Kumamoto Universität – im selben Raum, wo wir am Anfang unserer Reise schon einmal mit Prof. Ueno und seinen Studenten zusammengetroffen waren. Abwechselnd präsentierten wir jeweils einen der Tage, die wir in Aso verbracht hatten. Da wir jedoch noch keine Zeit gefunden hatten, gesammelte Daten auszuwerten oder über das Erlebte tiefer zu reflektieren, blieb es hauptsächlich bei einer Schilderung der Tagesabläufe und der persönlichen Eindrücke und Überlegungen. Trotzdem entpuppte sich unsere Präsentation als informativ und interessant, sowohl für unsere Gäste, als auch (vor allem) für uns selbst. Da wir alle nur unsere jeweiligen Abschnitte kannten, war für jeden und jede von uns etwas Neues und vielleicht sogar Unerwartetes dabei. Auf unsere staffellaufartige Präsentation folgten einige wenige Kommentare aus dem Publikum und dann eine wohlverdiente kurze Pause.

Der zweite Abschnitt des Workshops wurde wie bereits zuvor in Nishiteno erprobt als „Welt-Café“ gestaltet: In fünf Stationen (die wie gehabt den jeweiligen Aufgabenbereichen beim Onda-matsuri entsprachen) und Zweiertrupps aufgeteilt, hatten wir und unser Publikum nun die Gelegenheit, zu den verschiedenen Aspekten der Festvorbereitung und -durchführung Fragen zu stellen. Für manche von uns war das auch die erste richtige Gelegenheit sich konkret mit den Beobachtungen anderer auseinanderzusetzten. Nach einigen interessanten Gesprächen endete unser Workshop pünktlich um 16:00 Uhr. Unser letzter Termin war das Abendessen mit Prof. Ueno und seinen Studenten um 18:00, bei dem nicht nur reichlich gegessen, sondern auch gelacht und getrunken wurde. Damit waren wir zwar am offiziellen Ende unserer Reise angekommen, das Ende unserer Forschung und Ausbildung wartet aber noch in Wien auf uns.

In Anlehnung an ein Exkursionsfoto von Wiener StudentInnen aus den 1980ern, haben auch wir ein Gruppenfoto vor dem Kokuzō-Schrein aufgenommen.
Ein letztes Foto vor dem Abschied. Der fehlende Schlaf der letzten Nacht steht allen ins Gesicht geschrieben.
Das "Weltcafé", anschließend an die umfangreiche Gruppenpräsentation an der Universität Kumamoto.
...es war ein lernreiches Fest, vielen Dank!